Was den Fußball ausmacht ist seine Unberechenbarkeit. So gibt es Tage, da steht der Sieger auf dem Papier eigentlich von Anfang an bereits fest. Von der ersten Sekunde an geht es nur in eine Richtung. Torchancen im Minutentakt – und was für welche – werden herausgespielt, um diese jedoch sogleich in grob fahrlässiger Weise ein ums andere mal leichtfertig zu verschwenden. Der ausbleibende Torerfolg macht die einen nervös und die anderen sicherer.
Die Mannen des TSV Niederhofen waren gewarnt. Hatte doch die junge Mannschaft des FC Kirchhausen im bisherigen Saisonverlauf erst ein einziges Mal das gegnerische Spielfeld nicht als Sieger verlassen. Sich dessen durchaus bewußt reisten die Gäste zurecht hocherhobenen Hauptes ins Leintal an. Und dennoch der gegenseitige Respekt beider Mannschaften war spürbar. Beide Abwehrreihen standen hochkonzentriert auf Sicherheit bedacht und ließen nur wenige echte Torchancen zu.
„Leit wär hätt des denkt, dass mir Ende April noch im Pokal mitspiela!“ Der zu nächtlicher Stunde einträchtig beim Bier um die nagelneuen Stehtisch-Kabeltrommeln versammelte harte TSV-Kern war sich einig. Das Erreichen des Viertelfinales im Unterländer Bezirkspokal war ein Erfolg. Dass es nicht zu mehr gereicht hat, lag zum einen am souveränen Auftreten der spielstarken Gäste und zum anderen am großem Respekt des Heimteams vor der Leistung des frischgebackenen Bezirksligaaufsteigers, welcher über weite Strecken des Spiels nie ganz abgelegt wurde.
Am vergangenen Samstag waren unsere D-Junioren zugast in Pfaffenhofen. Die erste Halbzeit verlief wie ein schlechter Film für unsere Jungs. Sie fanden zu keinem Zeitpunkt ins Spiel und wurden mit 0:9 in die Kabine geschickt.
Gerade als es vom Himmel herab goß wie aus Kübeln, alle Felle davonzuschwimmen drohten und keiner der zahlreichen Niederhofener Fans auch nur noch einen Pfifferling auf seine Mannschaft gab, nahm Matthias Mahle sein Herz in beide Hände. Mit dem Mute der Verzweiflung zog er aus über 25 m einfach einmal ab. Wie von der Schnur gezogen schlug der Ball unhaltbar links oben ein, genau ins Tordreieck. 2:2. - danach war Schluß. Am Ende ein äußerst glücklicher Punktgewinn für die erfolgsverwöhnten TSV-Jungs.